Einer meiner Liebelingsplatten von mir schlechthin. "Love over Gold" von Dire Straits. 

Die Studioaufnahmen entstanden zwischen dem 8. März und dem 11. Juni 1982 in den Power Station Studios in New York. Die Produktion dieses Albums machte MArk Knopfler uno Solo. Bei den Aufnahmen fielen die vielen unterschiedlichen Gitarren auf, die Knopfler benützte. Darunter waren schon heute die legendären Gitarren von Schecter Guitar Research gebaute Stratocaster-Modelle, eine Schecter Telecaster sowie eine akustische Ovation-Gitarre die bei den Titeln Private Investigations und Love over Gold zum Einsatz kommt. Weiter gehts auf Industrial Disease kam eine Erlewine Automatic und auf Telegraph Road eine National-Steel-Gitarre aus dem Jahre 1937 ins "Spiel".

4 Releases hab ich von dieser Aufnahme. 

Mein Vorhaben war einfach. Ich suchte mir aus dem Album 2 Songs aus und verglich sie nacheinander miteinander.
"Privat Investigations" und "Industrial Disaese" habe ich mir rausgesucht. 2 unterschiedliche Songs, der eine ist ruhiger mit Akustikgitarre und der 2. läßt es krachen.
Hier die Vorstellung der Releases die ich habe:

1.

Pressung Germany
Label: Vertigo   Land: Germany    Veröffentlichung: 1982   Preis aktuell bei ca.

digitales Mastering: Masterdisc von Bob Ludwig    Pressung: PRS Hannover Germany

Preis aktuell bei Discogs ca 25€

Pressung: Meine deutsche Pressung ist natürlich schon deutlich gebraucht, läßt sich aber gut abspielen. Sonst war diese Pressung absolut ok.

Klang: Sehr knackig dynamisch und fast ein wenig schrill am Anfang von "Industrial Disease". Der Knall laut mit Nachhall. Gute Trennung der einzelnen Instrumente bei sehr gutem Stereokanaltrennung.  Bei akustischem Song klingt die Gitarre ein wenig kalt. Die Bässe sind druckvoll aber verschwimmen leicht..

2.

Pressung 1982 Japan
Label: Vertigo 25PP 60    Land: Japan     Veröffentlichung: 1982

digitales Mastering: Masterdisc von Bob Ludwig     Lackschnitt und Pressung: Victor Company Of Japan, Ltd.

Preis aktuell bei Discogs  35 - 135€

Pressung: Das Vinyl hat einzelne weiße Flecken, das jedoch keine Auswirkung zeigt. Sehr gut Pressung ohne hörbare Pressfehler. Komplett plan und gut zentriert. Kein Rillengeräusch hörbar, was ich von Japanpressungen gewohnt war.

Klang: Auch dies ist wie der Vorgänger eine digitale Version. Sie klingt gegenüber der deutschen Version ein wenig zurückhaltender, was für mich eher für eine Japanpressung  überrascht. ist. Das Xylo ist nur hintergründig hörbar. Die einzelnen Geräusche gerade beim Anfang von "Indusrrial Desease" sind leiser und es klingt ein wenig verschwommener wie bei der deutschen Version. Das Schlagzeug macht jedoch auffallend Druck. 

3.

Pressung USA 2010

Label: Warner Brothers       47772-1     Veröffentlichung: 2010

analogoes Mastering von analogen Bändern von Bernie Grundman   Pressung: Pallas Germany

Preis aktuell bei Discogs  28 - 60€

Pressung: Gute Pressung! Trotzalledem habe ich feine Kratzer und Schlieren sind auf beiden Seiten gesehen. Vor allem auf Seite eins waren immer wieder einzelne Pressfehler zu hören. Ist ja schließlich eine Pallaspressung, da schaut man anders drauf. Absolut plan und perfekt zentriert ist sie!

Klang: Bernie Grundman masterte dieses Remaster 2010 von den originalen analogen Masterbändern.
Klang ist weicher, fast harmonisch ausgewogen..das Schlagzeug und vor allem hat die akustische Gitarre haben  Luft und Raum. Sehr räumliche und präzise Raumabbildung. Die Bassläufe sind präzise und das schon erwähnte Xylo ist differenziert gut hörbar. Stimme klarer, absetzender wie bei den Vorgänger Versionen.

4.

MFSL
Label: MFSL  MFSL 2-469  Jahr 2019      Gain 2™ Ultra Analog 45RPM 180g Series

Mastering analog: MFSL Lab und Lackschnitt von Krieg Wunderlich; weitere Mitwirkende im MAdstering Rob LoVerde, Shawn R. Britton;  Pressung: Record Technology Incorporated

Aktueller Preis bei Discogs 73 -200€

Pressung: Ist gut bis sehr gut!! 2 x 45 RPM auf 2 LP`s. Alle perfekt plan und perfekt zentriert. Nur wenig hörbare Pressfehler

Klang: Auch dies ist ein analoges Remastering von Herr Krieg Wunderlich von MFSL Die Raumabbildung verschiebt sich zum Grundman Master ein wenig nach rechts. Die Gitarre klingt glasklar und die Stimme ist mittig voll und bis dato am besten zu hören. Ebenfall das Xylo ist wieder sehr diffenziert zu hören. Bei dem knackigen "Industrial Disease" hallt der Knall am längsten nach. Am auffälligsten der der druckvolle Bass, der von allen Versionen am stärksten zu hören ist. 

Fazit des Klangvergleichs aller Versionen

Das die Japanpressung diesesmal zur deutschen Version klanglich eher zurückhaltender spielt ist überraschend. Das muß ich nochmal genauer eroieren. Das Krieg Wunderlich Master spielt vor allem von unten raus dynamischer. Das Grundman Master dagegen weicher und läßt Luft und die Raumabildung ist nahezu perfekt. Beim knackigen "Industrial Disease" klang die Grundman Version harmonisch ausgewogener. Die Raumabbildung steht da im Vordergrund. Beim leiseren teils akustischen "Private Investigation" punktet die MFSL mit Dynamik mit Tiefgang und einer sehr klaren Detailfülle in Stimme und Instrumentarium. Für meinen klanglichen Geschmack sah ich die Grundmanpressung marginal vor allem in der Raumabbildung vorne. Die MFSL klingt jedoch vor allem in den tiefen Tönen ein wenig dynamischer. Die schwächste war die Japanpressung!

Mein Setup

Laufwerk: Clearaudio Innovation Basic mit Clearaudio TT3 Tonarm und dem Tonabnehmer Clearaudio Stradivari V 2.

Phonovverstärker: PS Audio GCPH symmetrisch

Endstufe: Threshold T 100 symmetrisch

Lautsprecher: Dali Epicon 6 an Kimber Cable

Kabel: In-akustik Air 404