Beobachtungsnacht vom 23/24.9.2017 auf dem hohen Adelegg (1055m)

Beobachter: Roland Hane, Werner Bühler, Hajü

Unter einer schmalen Wolkenlücke trafen wir uns diesmal um 20:00 Uhr auf der Adelegg.

Dieses mal wieder in mitten einer Kuhherde, die mal wieder verdammt neugierig war. Das Wetter war mehr Hoffnung als Vorhersage, aber ein Fenster bis 1:00Uhr könnte möglich sein. Roland hatte schon aufgebaut, Hajü und ich schauten noch kritisch in den Himmel. Ja, vereinzelt konnten wir ein Sternbild erkennen. Aber die Aufklarungszone war ziemlich kurz vor / oder über uns.  Erst als ich den Herkules erblicken konnte, startete Hajü und Ich den Aufbau.

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Die Wolken kommen

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Es löst sich auf

NGC 404    - Mirachs Ghost -          Gx                  Andromeda

NGC 404neg

300x     fst 6m0        (Eingenordet, nicht Okularanblick)

Immer ein schöner Anblick. Ach hier lohnt es sich mal eine höhere Vergrößerung zu wählen. DIe Gx hat einen ganz kleinen hellen Kern und ein gleichmäßiges rundes Halo

NGC 6824  SN 2017 GLX

NGC 6824 SN 2017neg
300-400x       fst. 6m2
Dieses Objekt hat mir Werner vorgeschlagen!! War die Überraschung der Nacht! MIt 400 x ist einekleine erbsenähnliche Gx zu erkennen. Über dem kleinen helleren Kern leuchtet die SN. Das Seeing ist gut. DIe Trennung ist gut zu sehen.

 NGC 278               Gx                            Cassiopeia

NGC 278.negjpg
400x    fst 6m2+  nahe des Zenit             (Eingenordet, nicht Okularanblick)

Das Highlight der Nacht. Nahe des Zenits besuchte ich diese Gx. SIe steht nördlich von NGC 149 und NGC 185. SIe wirkt zunächst mit 200 fach flächig. Mit höherer Vergrößerung
kommen die Details. Um den hellen Kern  zeichnet sich nördlich ein Spiralarm ab. Nicht deutlich, man sieht jedoch die hellere Region oberhalb und westlich davon. Auffällig ist ein Knoten bei 9 Uhr im Osten. Auch nach Süden hin zeichnet sich ein Spiralarm ab. Bei 3 Uhr ist ein schwächerer Knoten zu sehen. Die Form der Gx scheint nach oben ein Ausbuchtung zu haben. Das könnten H II Regionen sein! Das ist ein Objekt für sehr gute trasnparente Nächte. Muß ich wiederholen.

Werner`s Bericht und Ergebnisse

Meine Beobachtungen vom 22.-23.September:

NGC 6210 / Die Schildkröte im Herkules

ZNG056

Über Starhopping leicht zu finden und gleich in einer grünbläulichen Farbe auffällig. Bis 140x farbig. Hochvergrössert bis 800fach mit UHC und OIII. Keine Zentralstern, keine Füße sichtbar. Nur diffuser Randbereich. Nebel länglich. Dann schnell weiter zur NGC 6058, ein  zweiter Planetarischer Nebel im Herkules. Da brauchte ich schon 2 Anläufe. War im Übersichtsokular nicht auffällig und dann mit höherer Vergrösserung verfahren. nächster Anlauf mit genauer Bestimmung des Zielgebiets.Da war er dann einfach zu seheN. Transparent anmutender Scheibe um den Zentralstern. Wieder in Schritten hochvergrößert und weg war er. Keine Chance für eine Zeichnung. Wolken von Westen kamen wieder näher und lagen überm Zielgebiet. Nächster Anlauf war NGC 6891. Dieser war etwas kleiner als die beiden davor. Vorallem das Aufsuchen gestaltet sich schwierig. Viel kleine Sterne erschweren das Anfahren zum PN. Habe ihn nicht positionieren können. Die Wolken verfolgten mich. >>>Planänderung. 

NGC6824 mit der aktuellen SN2017glx / das Pünktchen im Schwan

Als aktuelles Objekt hatte ich mir heute Mittag noch die Galaxie NGC 6824 vorbereitet.  Das Aufsuchen gestaltete sich diesesmal einfacher. Die Gx war schon im Übersichtsokular erkennbar. Bei 140fach gab sie das beste Bild. Bei 365x war die SN am besten zu trennen. Die Helligkeit der SN war gleich wie das Zentrum der GX  (12,2 mag) geschätzt.
ZNG057
Der zwischenzeitliche Blick zum immer tiefer stehenden Herkules hielt mich von einem 2. Versuch mit NGC6058 ab. Mein Zielgebiet ging jetzt immer weiter nach Ost. Pegasus stand schön am Himmel. Da gibt es noch eine offene Überarbeitung der Arp113( aus dem OdM von Norman in der Andromeda) und die NGC 7331 Nähe dem Stephans Quintett. Die ARP wollte ich mir bei dieser Transparenz nicht antun. Da müssen Spitzenwerte stehen. 

NGC7331 / Die Grosse nah dem Quintett

Natürlich habe ich zuerst mal zum Quintett rübergeschwenkt und da mal hochvergrössert. Aber die hab ich schon in meiner Sammlung. Von daher blieb mir die 7331 in der Erinnerung und war dann gleich das nächste Opfer zum Zeichnen. Als dann Hajü noch sein Wissen darüber mitteilte, war die nicht vorhandene Vorbereitung gleich vergessen.

Zentralbereich nach Norden heller. Im südlichen Bereich etwas diffuser. Bei 400fach noch 2 kleine Nebelpünktchen rechts des Zentrums erkannt. NGC 7335 bei 140x gut erkennbar. Die restlichen NGC habe ich erst bei der Überarbeitung als diese erkannt. Waren aber stellar.
ZNG058

Die nächsten Ziele waren dann noch NGC147 und NGC185 in der Cassiopeia. Kurz danach war es dann komplett dicht und wir packten um ca. 1:30 Uhr zusammen. Ach ja, emeinsames Klagen über die Wetterverhältnisse des ganzen Jahres waren zwischen Kuhglockengeläute unüberhörbar.
 

 

Gegen 1 Uhr kamen dann wieder Wolken von Südwesten. Gegen 2 Uhr war dann alles nahezu dicht. 
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Schön wars trotzdem!!

 

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