Zoom auf M 42

Am 21.2. bin ich alleine bei besten Bedingungen ins Vorallgäu gefahren.
Mein Ziel war der Orionnebel! Ich wollte eine Übersicht und ein Zoom in die Huygensregion
aufs Papier bringen.

Zur Geschichte:
1610 Nicolas Claude Fabri de Peiresc beobachtet zum ersten mal den Nebel
Galileo Galilei beobachtete die Gürtlesterne und das "Schwertgehänge", ohne aber den Nebel zu erwähnen.
1617 beobachtete und dokumentierte er die Trapezsterne A,C,D.
1654 Giovanni Batista Hodierna zeichnete den Nebel zum ersten Mal
1656 Christian Huygens gilt bis indas 19 Jahrhundert als Entdecker des Orionnebels. Seine Zeichnung.
1769 Charles Messier beobachtete und dokumentierte den Orionnebel ausführlich und sah 11 Sterne im Nebel.
1779 Christian Mayer, ein Astronom aus Mannheim,er bobachtete die 4 Trapezsterne.
1826 Friedrich Willhelm Struve entdeckte mit einem 9,5 Zoll Refraktor die komponente E!
1830 John Herschel entdeckt die Komponente F!
1888 Alvan Clark und Edward Emerson Barnard entdecken mit 36 Zoll die Komponente G und H.


Meine Beobachtung und Zeichnung vom 21.02.2012[

Beobachtungsort: Noppen 700m
Teleskop: 16 Zoll Dobson
Vergrößerungen / 90x, 136x,246,364x

Filter: Keinen/UHC/OIII
Bedingungen: Klare, wolkenlose Nacht!

Temp:-8°C
Luftfeuchte: 65%
Bortle 3
GG: ca. 6m5
SQM ohne Linse: 21,38mag/arsec
Seeing: sehr gut

M_42_neg

Vergrößerung war bei der Übersicht 90-136x! Norden ist oben!
Der südliche Bogen ist für mich eine Sensation,die ich bis dato noch nie beobachten konnte..

M_42_Huygensregion_neg

Mein Ziel war das Trapez mit der Huygensregion. Ich wollte dieses Sternentstehungsgebiet mal in Ruhe zu beobachten und zeichnen.

m42 zentrum

Bild aus Uwe Glahns Deep Sky Herausforderungen

Das Seeing ist hervorragend! Die 4 Hauptsterne sind deutlich ruhig im Okular zu erkennen. Schon 248 x kann ich die Komponente E beobachten und ist direkt zu halten. Bei F wirds deutlich schwieriger!! Er blitzt immer wieder heraus und bei längerer Beobachtung ist er teilweise immer wieder schwach zu sehen. Die Helligkeit der beiden Sterne ist um die 11mag. Na ja, so ganz sicher ist man ja nie bei solchen Grenzbeobachtungen. Frage: Ist die Beobachtung realistisch? Stimmt die Beobachtung und Zeichnung über ein?

Aber zumindest war E deutlich zu sehen!G und H sind unsichtbar und für mich nicht zu finden. Die Helligkeit dieser beiden ist bei 16mag und puhhh, eher was für über 20 Zoll!!

Interesannt ist die klare abgrenzbare südöstliche "Schockfront". Von da ziehen 3 langgezogene filamentare, längliche Strukturen nach oben. Der dunkle Schlauch zieht von Osten rein. Zum Trapez wird der Schlauch nebliger. Davor ist es einfach nur schwarz!!!

Ein dunkles Dreieck ist mit dem OIII Filter westlich von Trapez erkennbar!!

3 Stunden verharrte ich im Rotlicht und versuchte mich an einem Objekt das man eigentlich gar nicht zeichnen und Fotografieren sollte. Es ist im Okular nicht zu toppen!

Mit dem Planeten Mars beendete ich meine Session und der bestätigte das hervorragende Seeing! Viele Details waren mit 364x zu erkennen! Ein würdger Abschluß

4 Stunden Beobachtungszeit und 3 Stunden Zeichenzeit waren ruckzuck vorbei! Meiner Finger waren abgefroren!! Mit Mühe baute ich den 16 Zöller ab.

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