Beobachtungsbericht vom 28/29.12.2008

Beobachtungsort: Ittenhausen

Beobachter:
Hans-Jürgen Merk, Tobias Schöller, Jochen Hermann, Manfred Rampsberger, Klaus Saile

Beobachtungsinstrumente: 12,5 Zoll Newton, 12 Zoll Lightbridge, 1 x 10 Zoll Dobson mit Lomospiegel, 10 Zoll ICS, 20 x 80mm Bresser Fernglas, 70mm ETX Lidlteleskop
Himmelsqualität: Leicht böiger Ostwind, schlechte Transparenz bei leichtem Hochnebel, Bortle 5, maximale SQM Messung 21,30 gegen Mitternacht. Nach 1 Uhr zog es dann zu!

Beobachtungsobjekte: M 1, Abell 21, NGC 2392, M 45, M 42

Beobachtungsbericht:

Kurz vor Ende des Jahres trafen wir uns gegen 17 Uhr im Landgasthaus Eck und stärkten uns noch mit leckerem Zwiebelrostbraten. Gegen 19 Uhr erreichten wir dann den Beobachtungsplatz. Die Transparenz entäuschte uns wiedermal. Ein leichter Hochnebel verdarb uns eine deutlichere bessere Sicht in den Himmel.

Mein erstes Objekt war M 1. Mit 136x, im Speer Whaler, war der Nebel deutlich sichtbar. Der Rand des Nebels ist als franzig beobachtbar. Eine dunkle kleine Einkerbung ist nach unten hin erkennbar.

Das zweite Objekt war eigentlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Abell 21, der Medusanebel liegt unterhalb vom Sternbild Zwilling. Die Durchsicht war für diesen Nebel einfach zu schlecht. Ich fand ihn zwar sehr schnell, jedoch sah ich dann nur einen Hauch von neblige Struktur. Klaus mit seinem 10. Lomo-Newton ging es auch nicht besser. Meine geplante Zeichnung mußte ich wieder vertagen.

NGC 2392, der Eskimonebel wurde von Tobias aufs Korn genommen.Mit über 300x waren bei längerer Beobachtung schöne Einzelheiten erkennbar.

tobi_ngc2392

Zeichnung von Tobias Schöller

Die dunkle Ringstruktur war immer wieder erkennbar, sowie eine Aufhellung im unteren Bereich des Nebels. Der Zentralstern war sehr deutlich sichtbar.
M 45, mein nächstes Objekt stand schön im Zenit. Jochen glaubte mir nicht, daß ich die Reflexionsnebel von Merope und Maia mit meinem 12 Zöller rausarbeiten kann. Mit 46 x einfach ein Wahnsinns Anblick. Die Sicht im Zenit war jetzt deutlich besser. Das SQM maß 21,32. Auch mit 136x konnte ich dann die zwei Nebel schön sichtbar machen. Jochen war beeindruckt!!!
Mein Zeichenobjekt wurde diese Nacht M 42 mit seinen schwachen Begleitnebeln. Ich wartete bis Orion sehr hoch im Süden stand. Gegen 23:30 fing ich dann an den Nebel aller Nebel zu zeichnen. Mit dem 31mm Aspheric Hyperion war der Orionnebel ohne Filter ein fantastischer Anblick.

Hier die Originalskizze

img013

Nach der Invertierung
m_42_haj

NGC 1980 und NGC 1973 kann ich mit M42 und M 43 schön zusammen im Okular vereinen.
Immer wieder schauen wir durch das neue Großfernglas 20x 80mm Bresser von Tobi, das uns mehrfach beeindruckt in Erstaunen versetzt. M 81 und M 82 sind schön zu erkennen, ebenso war M 45 ein wunderschöner Anblick!
Das Firstlight von Jochen, der sein Lidl ETX 70mm, das erste mal ausprobieren wollte, endete bald durch akuten Energieschwund. Das mörseähnliche Montierungsgeräusch ist mir immer noch im Ohr!!
Gegen 1 Uhr zog es dann sehr schnell zu und Tobi und ich, die Übriggebliebenen, beendeten unsere letzte gemeinsame Beobachtungssession im JAHR 2008.

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