Das 4. Album der Dire Straits kam im September 1982 heraus. Besonderes klangliches Augenmerk sind die vielen verschiedenen Gitarren, die Knopfler in diesem Album benützte. Für die Gitarrenfreunde, zudem ich auch gehöre, waren da eine Schecter Telecaster sowie eine akustische Ovation-Gitarre bei den Titeln Private Investigations und Love over Gold im Spiel. Bei Industrial Disease hörte man eine Erlewine Automatic. Bei Telegraph Road war eine National-Steel-Gitarre aus dem Jahre 1937 im Einsatz!! Also das nenn ich mal eine Auswahl!!!!

Das Album hat Kultstatus und war und ist auch für Vinylfreunde schon immer was Besonderes gewesen.

Ich habe 4 Pressungen dieses Albums und stellte mir die Aufgabe diese Pressungen mal alle zu vergleichen.

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Teilnehmer waren meine 12 Jährige Tochter Maya und davon unabhängig 2 erfahrene Musikhörer. Die Hörer wußten natürlich nicht was gerade für eine Pressung auf dem Plattenteller lief.

Zu den einzelnen Versionen:

1. Vertigo 6359 109 Germany 1982

2. Vertigo 25PP-60 Japan 1982

3.Warner Bros. Records 47772-1 US 2010

4.MFSL 2-469 US 2019 45RPM

Es wurde nur eine klangliche Bewertung vorgenommen.

Klangliche Kriterien waren Auflösung; Stereotone Aufnahme, Klarheit und Räumlichkeit. Dynamik und Bassmanagment.

Platz 4 und eine große Überraschung war die Japanpressung. Sie klang eher zurückhaltend, weicher in den Höhen. Es konzentrierte sich vieles mittig und sie war deutlich leiser wie die Mitkonkurrenten . Die Stimme von Knopfler erklang leiser und die Gitarren hatten einen sehr weichen Sound. Was die Dynamik und das Bassmangment anging, war im Vergleich der deutlichste Unterschied zu hören. Für eine Japanpressung fehlte mir die Frische und Dynamik. Und das war schon eine Überraschung. (38/60 Punkte)

Platz 3 war die Deutsche Pressung von 1982. Die punktete mit mehr Dynamik und Frische und Klarheit in den Höhen. Der Bass war dynamischer und vordergründiger wie die Japanpressung. Bob Ludwig von Masterdisc übernahm ja das Mastering für diese ersten beiden Pressungen. Und schon sehr erstaunlich wie unterschiedlich sie dann aus den Lautsprechern zu hören waren. (50/60 Punkte)

Platz 2 oder 1 ist Geschmackssache und viel sehr knapp aus.Von 60 Punkten konnte die Warnerpressung von 2010 mit dem Mastering von Bernie Grundman 52 Punkte erreichen.

Sie klang völlig klanglich rund, ausgewogen. Die Bässe dynamisch und die Höhen räumlich klar und stereoton die Instrumentierung.

Platz 1 mit 56 Punkten kam die MFSL in 45 RPm neu remasterte MFSL Version. Das Mastering nahm Krieg Wunderlich vor. Er hatte die Originalen Bänder vor sich und machte daraus ein typisches "Wunderlich Mastering" daraus.Knackige frische Klänge, eine beeindruckende Dynamik im kompletten Frequenzspektrum. Der Unterschied zum Grundman Mastering ist sehr klein. Hauptunterschied ist die etwas deutlichere Dominanz des Bassmanagments .

Der Preis ist natürlich auch nicht zu verachten. Die MFSL kostet 70 € gegen ca 40€ bei der Warnerversion.

Die Pressungen waren allesamt als gut zu bezeichnen!

Fazit:

Klanglicher Sieger die MFSL knapp vor der Warner/Grundman Pressung! Meine Meinung dazu: Geschmacksache!! Auch die deutsche Erstpressung ist zu empfehlen. Die Japanische Version fiel dagegen ab. Das war die größte Überraschung . Da war sonst immer genau anders herum. Interessant war für mich auch, das die doch junge unerfahrenere Hörerin Maya zum gleichen Ergebnis kam wie die 2 erfahrenen Hörer.Das hat Aussagekraft!!

Gehört wurde mit einem Clearaudio Innovation Basic. Der Tonarm war der Clearaudio TT3 mit dem Clearaudio Stradivari V2 Tonabnehmer. Weiterhin ging die Kette symetrisch über den symetrischen Phonovorverstärker PS Audio GCPH direkt zur Endstufe Threshold T 100.

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