Tuning am 12 und 16 Zoll Lightbridge Drucken E-Mail

Die "Lichtbrücke" 12 und 16 Zoll in der Praxis

 

gegengewichtSeit Januar 2006 habe ich mir das 12 Zoll Lightbridge zugelegt. Die Optik finde ich richtig gut und bin immer noch sehr angetan, was ich da bei guter Justierung, alles so im Okular bewundern kann. Die Schwächen des Teleskopes sind die zu kleinen Höhenräder, die meiner Ansicht dann auchnoch zu tief angebracht sind. Mit einem großen Okular und einem schweren Sucher, wird das von Haus aus schon sehr Kopflastige Teleskop, noch schwerer. Die seitliche Bremschraube habe ich da schon entfernt und mich mit einem Lautsprechermagneten beholfen. Den bring ich dann am unteren Teil des Tubus an. So kann man dann auch mal Horizontnahe Beobachtungen durchführen.

Beim 12 Zoll hab ich das 12er Ebony Gleitlagerset eingebaut. Die kleinen Aluhöhenräder liefen von Werk auf einem Samtfilz. Der veränderte aber , gerade bei höherer Luftfeuchtigkeit und Temperatur, seine Laufeigenschaften. Das Nachzittern im Okularbild ging einfachzu lange. Mit 2 Teflonpads war dieses Problem schnell gelöst. Aktuell läuft das Teleskop eher ein bischen zu schwerfällig. Aber jetzt bin ich schon dran gewöhnt.
Eine kleines Ärgernis sind die Justier- und Fixierschrauben am Hauptspiegel. Die Justierschraubenkönnen ab Werk leider nur mit einem Schraubenzieher gedreht werden. Nach einem guten Tip von Peter Heinzen, legte ich mir das komplette Justage- und Fixierschraubenset, sowie stärkere Federn der Justierschrauben von der Firma Bob Knobs zu. Somit kann ich die Justage jetzt locker ohne Schraubenzieher in dunkler Nacht durchführen. Der Streulichtschutz war zwar absolut zu teuer, jedoch tut er seine Arbeit zufriedenstellend.Den Okulareinblick hab ich dann zu guter letzt mit Velour augekleidet.Ich bin mal gespannt, wie das Velour auf die aufkommende Nässe reagiert. Letztendlich werde ich die weißen Stellen dann doch mit matter schwarzer Farbe anpinseln.


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16_zoll_in_oberried

okularauszug_16_zoll

 

 

 

 

 

 

 

 

Der 16 Zöller Das 16 Zoll Lightbridge wurde dann gegen November 2007 ein Thema. Seit unserer Geburt unserer Tochter Maya kommt meine Frau gar nicht mehr zu ihrem und unseren Hobby. Darum entschlossen wir uns das 16 Zoll zu kaufen und es in eine Ferienwohnung im Allgäu fest zu stationieren. Dort können wir ca. 10 Meter von der Terrasse aus, in einen Himmel, mit schon öfters 6m5, in die Sterne schauen. Ich kaufte das 16 Zoll bei ICS in Augsburg. Dort wurde es vorab getestet, was Optik und Handling angeht.
Der Test der Optik war überaschend sehr gut! Das Handling war laut Stefan Schuchhardt von ICS jedoch relativ unbrauchbar. Er wollte noch ein paar Veränderungen vornehmen. Dazu später! Zuerst die normalen Daten des Lieferumfangs
Der Hauptspiegel des 16 Zöllers hat einen Durchmesser von 406mm und eine Brennweite von 1829mm. Damit ereicht diese Optik ein Öffnungsverhältnis von 1:4,5. Das heißt ein 180cm großer Beobachter braucht bereits eine ca. 5cm hohe Erhöhung, um bei Beobachtungen im Zenit, in Ruhe durch Okularauszug zu schauen.
Die aluminisierten Flächen der beiden Spiegel wurden noch mit einer Schicht Magnsesiumfluorid beschichtet. Diese Spiegelbehandlung schützt die Spiegel vor Oxidation.
Im Lieferumfang ist außerdem noch ein batteriebetriebener Lüfter, der von der Spiegelrückseite Luft anbläst, sa dass der große Hauptspiegel sich an die Umgebungstemperatur schneller anpassen kann. Laut Bernd Weisheit, der das 16 Zoll schon im Heft "Sterne und Weltraum" getestet hat, wurde der aus BK7-Glas bestehender Spiegel, der in der Neun-Punkt-Flotationszelle spannungsfrei gehalten wird, für den europäischen Markt mit einer hochwertigeren Version noch ausgetauscht.
Die Alustangen, die den insgesamt 34kg schweren Fernrohrtubus verbinden sind identisch wie, die der kleineren Modelle. Die Justier und Fixierschrauben haben Drehkappen, die eine Justierung, vor allem bei Nacht leichter machen. Beim 12er muß ich ja noch mit einem Schraubenzieher die Schrauben lösen oder anziehen, was mir nicht immer in dunkler Nacht große Freude bereitet.
Der Crayford-Okularauszug mit einem 1:10 Untersetzgetriebe ist eine Verbesserung zu den kleineren Modellen. Auch beim ersten Test erlaubt diese Untersetzung eine deutliche feinfühligere Fokussierung der Optik.

Die Rockerbox hat voluminöse Ausmaße. Sie ist kein Leichtgewicht und man hat alleine große Probleme durch eine normal genormte Tür zu kommen. Sonst kein Unterschied zu den kleineren Modellen.

Die Änderungen

Die Aluräder wurden um die Kopflastigkeit des Teleskopes zu verbessern, nach oben bis zum Anschlag ummontiert.

bilder_oberried_007 bilder_oberried_008 angerautes_hhenrad_16_zoll gleitlagerset_von_ics

Die kleinen Aluhöhenräder liefen ja vom Werk auf einen Samtfilz, der bei den ICSLeuten auf keine Freude im Handling stieß. Sie wurden entfernt und durch Teflonpads ersetzt.Den genauen Radius, wie die Teflon Pads afgeklebt werden, werde ich demnächst abmessen und hier veröffentlichen. Ein neues Problem tauchte dann auf. Es lief viel zu leicht!! Abhilfe brachte eine Aufrauhung der Gleitoberfläche ,der sonst ganz glatten Höhenräder.
In der Horizontalachse wurden die von Meade eingebaute Stahlblechplatten, zwischen denen sich ein Nadelrollenlager befand entfernt und mit Teflon ersetzt. Das 12er Gleitlagerset von Ebony wurde dann eingebaut, was ein viel besseres Handling zur Folge hatte.

Die Standfüße wurden durch stabilere Holzfüße ausgetauscht!!

                              fe_von_16_zoll                                                                                                        

Praxis
Das Teleskop erst dann in die Rockerbox reinheben , wenn der komplette Tubus zusammengebaut ist! Man kommt sonst nicht mehr bei normaler Größe mit dem oberen Tubusteil in die Alustangenverbindungen!

Der Aufbau des Teleskops ist beim unteren Tubus noch kein Problem. Die Alustangen werden danach problemlos mit dem unteren Tubus befestigt. Man sollte die Stangen für den zukünftigen Gebrauch genau bezeichnen, so daß die Justierung des Teleskops leichter und schneller geht. Wichtig ist auch, daß die Schrauben, wenn das ganze Teleskop steht, nochmals gelockert und festgezogen werden müssen.Die Montierung des oberen Tubuselements mit der Fangspiegelrichtung ist in der respektablen Höhe deutlich schwieriger. Dazu muß man mit einer Hand den breiten Ring halten und mit der anderen Hand rasch die Haltestangen befestigen. Es ist ein Kraftakt und wenn es nicht gleich klappt muß man absetzen und die Sache von neuem beginnen. Wer kleiner ist wie 170cm hat alleine keine Chance. Dann muß man das Teil am Boden in der Waagrechten zusammenbauen. Ich nehme noch meine Schulter als Stütze zu Hilfe, somit verbrauche ich weniger Kraft im Arm. Gut finde ich dass das obere Tubusteil in vier Richtungen eingesetzt werden kann. So kann der Beobachter seiner Körpergröße Rechnung tragen. Wer größer gewachsen ist, mag den Einblick von der Seite, wer kleiner ist, kann den Okularauszug so positionieren, dass dieser genau nach unten zeigt.

Das mitgelieferte 26mm 2 Zoll QX-Weitwinkelokular ist bei 70facher Vergrößerung keine schlechte Zugabe, jeoch auch keine Offenbahrung. Der mitgelieferte Sucher DeLuxe ist relativ schwer und ist leider nicht nur mit der Hand einstellbar. Man braucht die mitgelieferten Spezialschlüssel. Bei nächtlichen Nachjustierungen eine defizile Sache, die manchmal Nerven kosten kann.

Das Handling in allen Achsen läuft gut und ich kann so auch größere Vergrößerungen bis über 350 fach noch einigermaßen gut nachführen. Die Optik ist bei gut justiertem Hauptspiegel wirklich sehr gut.
Von einer EQ-Plattform für mein 12 und 16 Zoll träume ich noch. Da fehlt mir jedoch das Handwerkliche Geschick und der Mut um so ein Teil selber herstellen zu können. Aber vielleicht kann ich mich ja doch mal überwinden.

Weitere Bilder meines 16 Zöllers:

telsekop_und_hhenrder

Die hochmontierten Höhenräder

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Einblick in den 16 Zöller mitt Haupt- und Fangspiegelschutzkappen. Links im Bild hab ich vorläufig den Okulareinblick mit schwarzem Klebeband abgedunkelt. Ich werde diese Zone noch einen schwarzen Anstrich verpassen. Der Streulichtschutz ist ebenfalls eine deutliche Verbesserung. Jedoch zu teuer auf dem aktuellen Markt!!

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Velourauskleidung am oberen inneren Hutrand

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Einblick in den mit Velour geschwärzten Okularauszug

Auskleiden der weißen sichtbaren Farbe mit Velour. Dies ist jedoch keine engültige Lösung. Ich werde mir einen schwarzen Lack besorgen und dann das Teleskop rundrum im Innenteil schwärzen. Aber fürs erste reicht das Velour.

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Die Fangspiegelspinne  mit Fangspiegel mit Schutzkappe

Staub und Lichtschutzmaßnahmen

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Staubschutzkappe für den Hut

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Der Steulichtschutzmantel ist eine deutliche Verbesserung und wie der Name schon sagt sehr nützlich!!
Man sollte darauf achten, dass der Streulichtschutz nicht nach innen fällt oder zieht!! Das machen leider
die meisten, dieser Prokukte. Der Streulichtschutz sollte 1 - 2 eingenähte feste runde Bänder haben.
So gibt es keine Abschattungungen, die einem das Licht rauben!! 

Ein atmungsaktiver Stoff ist durch die Tubusseeingproblematik auch noch zu empfehlen. Ich kann den
Strulichtschutzmantel von Astrozap empfehlen. Er hat 2 eingearbeitete Ringe , die ein nach innen fallen verhinder. Leiter mit über 80€ viel zu teuer!!!

Eine Tauschutzkappe ist in unseren Regionen auch eine hervorragende Sache. Man muß ca. 6€ aufwenden und in einen Aquariumfachhandel gehen und eine schwarze Aquariumunterlage kaufen. Die kosten der Länge und Breite entsprechned.Dem Umpfang gleich, wird dann dieses Material mit einem schwarzen Klebeband fixiert und verklebt. Fertig ist das Teil. Sie ist leicht, was bei dem Lightbridge wichtig ist (Kopflastigkeit) und kann ohne Platzverlust verpackt werden.

Na dann viel Spaß mit dem Lightbridge!!